Geschichte der manuellen Therapie
Lesen Sie hier, wenn Sie Näheres zu folgenden Aussagen erfahren wollen:
Wesentliche Quellen der Manuellen Therapie für Physiotherapeuten sind: Klassische Medizin (Hippokrates u. a.), Volksmedizin, Osteopathie, Chiropraktik
Ärzte und Physiotherapeuten, die die Manuelle Therapie wesentlich beeinflußt haben, sind:
- Dr. James Mennell
- Dr. James Cyriax
- Dr. Alan Stoddard u. a. Ärzte
- Geoffrey Maitland, Freddy Kaltenborn, Olaf Evjenth und andere Physiotherapeuten
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Medizin von der Antike bis zur Neuzeit
Manuelle Medizin im 19. und 20. Jahrhundert
Geschichte der Physiotherapie und der Manuellen Therapie
Eckdaten für die Entwicklung der Manuellen Therapie nach Kaltenborn und Evjenth
Die Physiotherapie entwickelte sich ausgehend von Schweden seit 1813. Die anfänglich umfassende Ausbildung Ende des 19. Jahrhunderts reduziert. Anfang des 20. Jahrhunderts entstanden einjährige Physiotherapieausbildungen, die seitdem eine ständige Ausweitung der Lehrinhalte und -dauer erfahren.
Medizin von der Antike bis zur Neuzeit
Die Separation (= Trennen) der Gelenkpartner durch Traktion (= Zug) ist in vielen Darstellungen der vorchristlichen Medizin zu erkennen. In der wohl ältesten Abbildung aus Indien (ca. 3500 – 1800 v. Chr.) streckt Lord Krishna den deformierten Rücken der gläubigen Kubja, indem er stehend ihre Füße fixiert und sie am Kinn hochzieht (Kumar 1996).
Die von Hippokrates (460 – 377v. Chr.) überlieferten Werke zeigen zahlreiche Behandlungen mit Zug an den Gelenken, die wahrscheinlich aus chirurgischen Gründen durchgeführt wurden. Sie waren auch im Mittelalter weit verbreitet (Hippocratis Chirurgica 11. Jahrhundert). Der römische Arzt Claudius Galen (129 – 199 n.Chr.) und der persische Arzt Ibn Sena (980 -1037 n. Chr., latinisiert Avicenna) prägten die Medizin der damaligen Zeit und führten die hippokratische Tradition der Behandlung mit Zug an den Gelenken fort (Cramer 1990: 1).
Die Seuchen wie große Pest 1348 mögen eine gewisse Abneigung der Ärzte gegen den hautnahen Kontakt mit den Patienten bis zum Ende des 19. Jahrhunderts bewirkt haben (Greenman 1998: 21). Die manuelle Behandlung lebte während dieser Zeit vor allem in der Tätigkeit der Bader und in der Volksmedizin weiter.
Manuelle Medizin im 19. und 20. Jahrhundert
1874 stellte Andrew Taylor Still (1828-1917) in Amerika erstmals seine Philosophie und Praxis der Osteopathie vor (Greenman 1998:21). Er war nach den damaligen Richtlinien der Medizin ausgebildeter Arzt. Seine Grundkonzepte waren
- die Einheit des Körpers (holistisches = ganzheitliches Konzept);
- die heilende Kraft der Natur, die der Arzt unterstützen soll;
- Veränderungen am muskuloskelettalen System beeinflussen die Gesundheit des gesamten Körpers; Funktion beeinflusst Struktur und umgekehrt; Anwendung von Manipulationen (Greenman 1998:22).
1892 folgte die Gründung des ersten College für Osteopathische Medizin in Kirksville, Missouri, USA (Stoddard 1993: XI). 1995 existierten 17 solcher Colleges in den USA mit vollständiger medizinischer und chirurgischer Ausbildung, die über 2000 Studenten pro Jahr als anerkannte ,,Doctor of Osteopathy” ausbildeten (Greenmann 1998: 22). Diese Darstellung beschränkt sich auf die Osteopathie des Bewegungssystems. Sie hat besonders durch den Londoner Arzt und Osteopathen A. Stoddard die Manuelle Therapie der Physiotherapeuten beeinflusst (Stoddard 1971 und 1993). Die später hinzugekommenen Bereiche der viszeralen und kraniosakralen Osteopathie werden hier nicht behandelt.
Merke: Die Osteopathie des Bewegungssystems enthält das Prinzip der Funktionsstörungen des Bewegungsapparates sowie die Behandlung mit Manipulationen, Mobilisationen und Weichteiltechniken.
Daniel David Palmer (1845-1913) war Gemischtwarenhändler und “magnetischer” Heiler. Er wurde ein autodidaktischer Manualtherapeut. Er gründete 1896 sein erstes College für Chiropraktik , dessen Ausbildungsstätten in Davenport, Iowa und in Oklahoma City, Oklahoma waren. Sein Sohn Bartlett Joshua Palmer (1881-1961) gab die entscheidenden Impulse für den Beruf des Chiropraktikers. Veränderungen an der Wirbelsäule (Subluxation) ändern die Funktion der Nerven und können somit Krankheit verursachen. Die Beseitigung dieser sogenannten Subluxation galt als entsprechende Therapie. In Amerika, Australien und Neuseeland sind die Chiropraktiker heute in das Gesundheitssystem integriert (Greenmann 1998: 23).
Merke: Die Chiropraxis benutzt das Gedankenmodell der Stellungsdiagnose (Subluxation), eine exakte Röntgendiagnostik und die Behandlung vorwiegend mit Manipulation.
In Europa unterrichtete der Arzt Dr. James A. Mennell in London seit 1916 Physiotherapeuten in der “Wissenschaft und Kunst der Gelenkmanipulation” (= Titel zweier seiner Bücher). Er hat mit seinem Unterricht und seinen Büchern wesentlich die physiotherapeutische Manuelle Therapie beeinflusst (Mennell 1945, 1949 und 1952). Sein Nachfolger am St. Thomas Hospital in London war Dr. James Cyriax . Vor allem mit seinem ersten Buch hat er die klinische Diagnostik in der Orthopädie und Physiotherapie wesentlich geprägt (Cyriax 1982). Seine Friktionsmassage (Quermassage) ist heute jedem Physiotherapeuten ein Begriff. Für seine Manipulationsmanöver verwendete er relativ viel Kraft an vor allem in Richtung Traktion (Cyriax 1971).
Der Sohn von James A. Mennell, John Mennell, entwickelte die Techniken seines Vaters weiter und schrieb 2 Bücher (“Joint pain”, 1964, “Back pain”, 1968), die vor allem bei französischen Physiotherapeuten Beachtung fanden und die dortige Art der Manuellen Therapie bestimmten (,,Ia thérapie selon Mennell”). Robert Maigne erhielt 1970 einen Lehrstuhl für Manuelle Medizin in Paris und beeinflusste die Manuelle Medizin in Frankreich
In Deutschland gründeten Ärzte in den 50-er Jahren die “Forschungsgemeinschaft für Arthrologie und Chirotherapie” (FAC) in Hamm und der “Gesellschaft für Manuelle Wirbelsäulen- und Extremitätengelenkstherapie” (MWE) in Neutrauchburg (Cramer et al., 1990: 337). Beide Gesellschaften schlossen sich 1966 zusammen zur Deutschen Gesellschaft für Manuelle Medizin (DGMM; Cramer et al. 1990: 339).
Geschichte der Physiotherapie und der Manuellen Therapie
Peer Hendrik Ling gründete 1813 in Stockholm das königliche Zentralinstitut für Gymnastik (Kungliga Gymnastiska Centralinstitutet), in dem pädagogische, militärische und medizinische Gymnastik in einer vierjährigen Ausbildung gelehrt wurden. Die Absolventen – vorwiegend Männer der oberen Gesellschaftschicht – konnten Patienten direkt behandeln und hatten einen autonomen Status neben dem Arzt (Ottosun 2005; Kaltenborn 2007). Die Reichs- und Gewerbeordnung von 1869 erlaubte in Deutschland erstmals die gewerbliche Ausübung der Massage. 1900 gründete Dr. J. H. Lubinus (1865-1937) die erste deutsche Lehranstalt für Heilgymnastik in Kiel (Grosch 1996: 240). Besonders nach dem 2. Weltkrieg wuchs die Zahl der Krankengymnastikschulen rasch. (s. a. Kaltenborn 2007)
Zwei Krankengymnasten entwickelten seit den 1950er Jahren ihr Wissen und Können um die manuelle Behandlung zu je einem Konzept, welche beide die Manuelle Therapie für Physiotherapeuten geprägt haben: Geoffrey Maitland, der als Australier großen Einfluss in seinem Heimatland und vor allem im englischsprachigen Raum gewann, und Freddy Kaltenborn, der als Norweger sein Konzept zusammen mit seinem Kollegen Olaf Evjenth insbesondere in Skandinavien, Mitteleuropa und auch Amerika verbreitete.
Kaltenborn lernte bei Mennell und Cyriax in London. Von Cyriax erhielt er 1955 die Lehrerlaubnis. Chiropraktiker wurde er 1958 und unterrichtete von 1958 bis 1982 deutsche Ärzte darin. 1971 bekam er die Lehrerlaubnis für Osteopathie von Dr. A. Stoddard und absolvierte 1973 das OMT-Examen (Kaltenborn 2003: VI). Seine Auffassung der Gelenkmechanik ist stark von MacConaill beeinflusst (MacConaill e Basmajian 1977; MacConaill 1989). Kaltenborns Bücher sind in viele Sprachen übersetzt. Durch Vorträge und Unterrichte weltweit prägte er wesentlich die Manuelle Therapie für Physiotherapeuten.
In London trafen sich 1967 Kaltenborn und Maitland erstmals, zusammen mit Gregory Grieve, Stanley Paris und anderen (Lamb et al. 2003). Sie diskutierten die Zukunft der manuellen und manipulativen Therapie. Daraus entstand 1974 die Gründung der IFOMT (International Federation of Orthopaedic Manipulative Therapists). Sie ist seit 1978 eine Untergruppe des physiotherapeutischen Weltverbandes WCPT (World Confederation of Physical Therapy) ist. Die WCPT arbeitet mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zusammen.
Der Unterschied zwischen den Konzepten von Maitland und Kaltenborn-Evjenth ist nicht eindeutig definiert. Grob lässt sich sagen, das Maitland sein Clinical Reasoning mehr am Schmerz und den Reaktionen des Patienten ausrichtet, während Kaltenborn und Evjenth zusätzlich auch die mechanische Seite für wesentlich halten und die Beweglichkeit und das Endgefühl der Bewegung immer mit beachten.
Anfang der 1970-er Jahre stellte man fest, das in einigen Ländern unter Manueller Therapie nur die Untersuchung und Mobilisation hypomobiler (= wenig beweglicher) Gelenke verstanden wurde. Dies mag zum Teil durch einige Bücher bedingt sein, die vor allem diese Techniken als Ergänzung zur Physiotherapie beschrieben. Daher wurde die Bezeichnung Orthopädische Manuelle Therapie (= OMT) eingeführt. Sie steht für ein Konzept zur Untersuchung und Behandlung des gesamten Gelenks inklusive aller Strukturen, die damit verbunden sind. In der Umgangssprache werden die Begriffe OMT und MT oft synonym (= bedeutungsgleich) verwendet.
Eckdaten für die Entwicklung der Manuellen Therapie nach Kaltenborn und Evjenth
- 1954 F. Kaltenborn beginnt, sein ,,Nordisches System” auf den Lehren von Mennell, Cyriax und Stoddard gründend, an Physiotherapeuten in Norwegen zu unterrichten (Kaltenborn 2005: 6)
- 1958 erster Unterricht bei der FAC in Hamm für Arzte u. a. durch F. Kaltenborn (Cramer et al. 1990: 338)
- 1967 erstmals werden in Hamm Krankengymnasten zu den Extremitätenkursen zugelassen (Cramer et al. 1990: 340)
- 1968 Beginn der Zusammenarbeit zwischen Kaltenborn und Evjenth (Kaltenborn 2005: 9)
- 1973 Gründung des ISOMT (Internationales Seminar für Orthopädische Manuelle Therapie) durch J. Cyriax, 0. Evjenth, W. Hinsen, F. Kaltenborn und A. Stoddard (Kaltenborn 2003: 7)
- 1974 Gründung der IFOMT (International Federation of Orthopaedic Manipulative Therapists) durch F. Kaltenborn, G. Maitland, G. Grieve,
- 1977 Vorstellung des Kaltenborn-Evjenth-Konzeptes bei der IFOMT in Vail, Amerika
- 1978 die IFOMT bildet die erste Untergruppe des WCPT
- 1983 Loslösung des Kaltenborn -Evjenth-Konzepts von Hamm, wo der ZVK die Weiterbildung für KGs auf verschiedene Kurse beschränken will, und Fortsetzung der Fortbildungsreihe im DFZ, Mainz (zuerst Bad Ems)
- 1988 Gründung der DGOMT (Deutsche Gesellschaft für Orthopädische Manuelle Therapie e. V.)
- 1994 Gründung der DFAMT (Deutsche föderative Arbeitsgruppe Manuelle Therapie) durch den DVMT, Deutscher Verband für Manuelle Therapie e. V. (Maitland-Konzept) und die DGOMT (Kaltenborn / Evjenth-Konzept) und Aufnahme der DFAMT in die IFOMT
- 2000: Spaltung der DGOMT in zwei Lehrergruppen: DGOMT und Weiterbildungsträger Manuelle Therapie / OMT e. V.
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| Fig. 1: Freddy Kaltenborn (links) und Olaf Evjenth (rechts) während des Treffens von Kaltenborn-Evjenth International im Juni 2006, Zaragoza, Spanien (mit Erlaubnis) | |
Literatur
- Cramer A, Doering J, Gutmann G. Geschichte der manuellen Medizin. Berlin: Springer-Verlag, 1990
- Cyriax J. Textbook of orthopaedic medicine, volume two, treatment by manipulation, massage and injection. London: Ballière Tindall, 1971
- Cyriax, J.: Textbook of Orthopaedic Medicine, Vol. 1. London …: Ballière Tindall, 1982
- Greenmann P E. Lehrbuch der Osteopathischen Medizin. Heidelberg: Hüthig Fachverlage, 1998
- Grosch G. Kurze Geschichte der Physiotherapie. in: Hüter-Becker A, Schewe H, Heipertz W (Hrsg). Physiotherapie, Band 3. Stuttgart – New York: Georg Thieme Verlag, 1996: 231 – 259
- Hippocratis Chirurgica 11. Jahrhundert: Hippocratis Chirurgica“, Firenze, Biblioteca Medicea Laurenziana, ms. Plut. 74.7
- Kaltenborn F M. Manuelle Therapie nach Kaltenborn, Untersuchung und Behandlung, Teil I – Extremitäten. 12. Auflage, Oslo: Norli, 2005
- Kaltenborn F M. Manuelle Therapie nach Kaltenborn, Untersuchung und Mobilisation der Gelenke, Teil II, Wirbelsäule. 4. Auflage, Oslo: Norli, 2004
- Kaltenborn F M. Wissenschaftlicher Männerberuf mit Primärkontakt, Physiotherapie im 19. Jahrhundert. Zeitschrift für Physiotherapeuten (im Druck)
- Kaltenborn F. Wissenschaftlicher Männerberuf. Physiotherapie im 19. und 20. Jahrhundert – Geschichte aus erster Hand. pt Zeitschrift für Physiotherapeuten, 59, 2007: 1025 – 1030
- Kumar K. Historical Perspective Spinal Deformity and Axial Traction. Spine, 21 (5), 1996: 643 – 655
- Lamb D W, Kaltenborn F M, Paris S V. History of IFOMT. The Journal of Manual & Manipulative Therapy, 11 (2), 2003: 73 – 76
- MacConaill M A, Basmajian J V. Muscles and movements, a basis for human kinesiology. Huntington – New York: Robert E. Krieger Publishing Company, 1977
- MacConaill. Arthrology. in: Williams P L, Warwick R, Dyson M, Bannister L H (editors). Gray’s Anatomy. Edinburgh …: Churchill Livingstone, 1989: 476 – 485
- Mennell J B. Physical treatment by movement, manipulation and massage. London: Churchill Ltd., 1945
- Mennell J B. The science and art of joint manipulation, Vol. I, the extremities. London: J. & A. Churchill LTD., 1949
- Mennell J B. The science and art of joint manipulation, Vol. II, the spinal column. London: J. & A. Churchill LTD., 1952
- Ottoson A. The Physiotherapist – What happend to him? A study of the masculinization and de-masculinization of the physiotherapy profession 1813 – 1934. in: Ottoson A. Sjukgymnasten – vart tog han vägen? Historiska institutionen, Göteborgs universitet, 2005 (ISBN: 91–88614–53–0)
- Ottosson A. Als Orthopäden noch Physiotherapeuten waren, oder warum es Physiotherapeuten an Geschichtsbewusstsein mangelt – Verhältnis von Orthopädie und Physiotherapie in Schweden im 19. Jahrhundert, Teil 1. Manuelle Therapie, 14, 2010: 14-21 (a)
- Ottosson A. Als Orthopäden noch Physiotherapeuten waren, oder warum es Physiotherapeuten an Geschichtsbewusstsein mangelt – Verhältnis von Orthopädie und Physiotherapie, Teil 2. Manuelle Therapie, 14, 2010: 76-84 (b)
- Stoddard A. Lehrbuch der osteopathischen Technik an Wirbelsäule und Becken. Stuttgart: Hippokrates Verlag, 1978
- Stoddard A. Manual of osteopathic practice. Hereford UK: Berrington Press, 1993
Auszüge aus dem Buch von Cyriax zu Maitland und Kaltenborn
„The great virtue of Maitland ‘s work is its moderation. He has not expanded his manipulative techniques into a cult; he claims neither autonomic effects not that they are a panacea. Indeed, he goes out of his way to avoid theoretical arguments and insists on the practical aspect of manipulation. He says: if such and such a movement is painful and/or limited, let manipulation be employed by the physiotherapist to restore painless range. He leaves it to doctors to decide what the pathological entity was and how it benefited from manipulation.“ (Cyriax: 1971: 58)
„The manipulator places both thumbs on the tip of the appropriate spinous process and applies his oscillations at the rate of about two a second. … These oscillations are used without traction and many hundreds are given at one session. … These mobilizations clearly provide the physiotherapist with a useful addition to the St Thomas‘s methods and, better still, with an introduction to them. “ (Cyriax 1971: 59)
“Physiotherapists offer another advantage. It is clearly undesirable that there should exist five variations on the theme of spinal manipulation – osteopathy, chiropraxy, bonesetting, oscillatory techniques and the methods taught at St. Thomas’s . Only when these different methods are all practised by one person will it become possible to determine if one is more quickly successful than another and which type of disorder responds best to one particular set of techniques. The only group of people undoctrinaire enough to allow themselves to be grounded in the most effective fraction of each of these methods is the physiotherapy profession, and I for one would welcome such expanded tuition. The only physiotherapy teacher who has achieved this eclectic status is Kaltenborn in Oslo. His approach offers an example that deserves to be followed in physiotherapy schools throughout the world .” (Cyriax 1971: 63)
„After some months at St. Thomas‘s in 1952, a physiotherapist from Oslo named Kaltenborn devoted his considerable energies to getting their Physiotherapists‘ Charter enlarged to include manipulation. … At his courses, Kaltenborn teaches what he has found best in osteopathy, chiropraxy and orthopaedic medicine without a trace of fringe indoctrination.“ (Cyriax 1971: 67)

